Croissant Croissant - Genuss aus Frankreich mit uralten Wurzeln und vielen Legenden

Croissants in Frankreich

Ähnlich wie Baguette sind Croissants aus Frankreich nicht wegzudenken.

Wer die Zeit für ein Croissant hat, muss heute nicht arbeiten oder ist ein Kind, sagt man bei Franzosen. Und richtig – ein Coissant ist mehr als ein süsses Teil zum Sonntagsfrühstück oder zum „Quattre heure“ der Kaffeepause in der Provence, Normandie, Bretagne, im Elsass oder in Südfrankreich.

Das klassische Croissant beurrée, das Blätterteig-Croissant mit jeder Menge Butter, gehört in Frankreich zu den Feinbackwaren der „Boulangerie viennoise“, der Wiener Bäckerei. Diese Bäckerei, 1839 von August Zang in Paris gegründet, wuchs schnell heran, da ihre Feinbackwaren – unter anderem eben auch Croissants - bei der Bevölkerung der französischen Hauptstadt als seltener Luxus heiss begehrt waren. Croissant getrennt in Crois-sant könnte auch Heiliger Glaube bedeuten (Crois = Glauben, Sant von Saint = heilig).

Croissant - Legenden um ein Wahrzeichen der Grande Nation

Wenn man die Geschichten und Legenden um die Erfindung, Herstellung, Bedeutung und Verbreitung von Croissants kennt, wie etwa die von der Belagerung von Wien oder Budapest durch die Türken, wo der Überlieferung nach bei der erfolgreichen Verteidigung der Stadt für den osmanischen Angreifern Croissants – Plundergebäck in Form des arabischen Halbmondes - an Kinder verteilt wurden.

Croissants frisch vom Bäcker sind in heutiger Zeit auch deswegen wertvoll, weil die Lebensmittel-Industrie auch vor dem National-Symbol Croissant keinen Halt gemacht hat. So gibt es Croissant-Teig als Tiefkühl-Blätterteig für private Verbraucher und fertig geformte Tiefkühl-Croissants für Bäckereien, die die Teiglinge lediglich noch fertigbacken und verkaufen.

Einen echten Boulangeur, einen französischen Bäcker oder einen Patissier zu finden, der sich die Mühe zur Teigbereitung und zur traditionellen Croissant-Herstellung macht, ist heute auch in Frankreich ein Glücksfall. Die Herstellung von klassischen Original-Croissants, veröffentlicht zum ersten Mal in der „Larousse Gastronomique“ im Jahr 1938, ist nämlich sehr zeitaufwändig und echte croissants daher auch deutlich teurer als all die Fertig-Croissants, Mini-Croissants, Käse-Croissants oder andere Blätterteig-Hörnchen aus industrieller Produktion.

Croissant - Variationen

Verwandte Produkte und Croissant-Varianten sind die „Oranais“ (Croissants mit Aprikosen), auch „la lunette aux abricots“ oder „abricotines“ genannt, und die „petit pain aux chocolat“, mit Schokolade gefüllte Croissant-Gebäckstücke. Und für diese wunderbar luftigen, nach guter Butter duftenden und im Mund zart knuspernden und förmlich schmelzenden Frankreich-Spezialitäten sollte man sich wirklich Zeit nehmen – egal ob man Kind ist oder erwachsen. Urlaub in Frankreich ist die ideale Chance, echte Croissants kennenzulernen und ein wenig von der Lebensart der Grande Nation zu spüren.

Käse-Croissants, Schinken-Croissant und andere Varianten des zarten Feingebäcks mögen ihre Anhänger haben, wahre Geniesser überzeugt eine solche Kombination von Fetten und viel Salz nicht...

Foto: Createurs de Saveurs / R. Rinnau

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